Die Revolutionäre Kommunistische Bewegung Nordostsyriens (TKŞ) veröffentlichte am 16. Februar eine Erklärung, in der sie erklärte, dass sich das kurdische Volk niemals HTS ergeben werde. Sie analysiert die Angriffe auf die Rojava-Revolution und ruft zu ihrer Verteidigung auf.
Die Augen der ganzen Welt sind auf den Nahen Osten gerichtet. Imperialistische Mächte und koloniale Regionalstaaten verfolgen eine Strategie, bewaffnete Widerstandskräfte, die Grenzen verändern, ihre Territorien und Völker verteidigen, zu unterwerfen und zu liquidieren. In Kurdistan und Palästina, vor allem aber in Syrien, Libanon, Irak und Iran, werden in unterschiedlicher Intensität Kriegspläne umgesetzt.
Das syrische Territorium wurde nach 14 Jahren Bürgerkrieg erneut Krieg und Zerstörung überlassen. Der koloniale türkische Staat versuchte zusammen mit den dschihadistischen salafistischen HTS- und DAESH-Banden, unsere Frauenrevolution in Rojava durch einen Genozidplan auszulöschen. Vor allem die USA und andere imperialistische Mächte billigten diesen Angriff auf das kurdische Volk. Alle internationalen Institutionen schlossen die Augen vor den Geschehnissen.
Ausgehend von Şêxmeqsûd wurden nacheinander Deyr Hafir, Tabqa, Raqqa und Deir ez-Zor angegriffen und besetzt. Die HTS-Banden schürten arabischen Nationalismus und führten feindselige schwarze Propaganda gegen das kurdische Volk. Einige arabische Stämme, die von Saudi-Arabien finanziert werden, wandten sich den Banden in Damaskus zu. Sie kooperierten mit den bandenartigen Angriffen gegen die Frauenrevolution. In Provinzen und Bezirken mit hohem arabischen Bevölkerungsanteil wurden Angriffe auf Institutionen der Autonomen Verwaltung verübt. Die Besatzer richteten sich darauf, das kurdisch-arabische Bündnis zu zerstören, das die Grundlage der Autonomen Verwaltung von Nord- und Ostsyrien bildet. Und sie schürten einen reaktionären Krieg zwischen den Völkern. Kobanê wurde unter intensive Belagerung gestellt. In der Cizîrê-Region wurde eine Kriegsfront errichtet und die Angriffe breiteten sich auf ein weites Gebiet aus. Die Besatzungsangriffe dauerten tagelang an. Vor allem Frauen und Jugendliche, aber das gesamte Volk leisteten entschlossenen Widerstand gegen die Bandenangriffe und ließen nicht zu, dass die Banden in die Städte Rojava eindringen. Der Slogan „Entweder ein gleiches und freies Leben oder ein ehrenvoller Märtyrertod“ leitete unseren Widerstand.
Während der Bandenangriffe wurden Hunderte Menschen massakriert. Hunderttausende wurden gezwungen, ihre Orte zu verlassen. Frauen wurden auf Märkten verkauft, vergewaltigt, ihre Leichen von Balkonen geworfen. Menschen, die in die Hände der Banden fielen, wurden auf den Straßen hingerichtet. Die Häuser und Geschäfte unseres Volkes wurden geplündert. Hunderte Kämpfer:innen, die das Territorium der Autonomen Verwaltung verteidigten, fielen als Märtyrer:innen, Tausende wurden verwundet. Es gibt zahlreiche Menschen, die gefangen genommen wurden, deren Kontakt abbrach oder deren Schicksal noch unbekannt ist.
Die von unseren Völkern für ein gemeinsames Leben geschaffenen Bindungen durchlaufen unter dem Angriff der Kolonialisten und salafistisch-dschihadistischen Banden eine schwierige Phase. Die HTS-Banden gingen, ermutigt durch Imperialisten und Kolonialisten, zu Massakern gegen Alevit:innen, Drus:innen, Christ:innen und Kurd:innen über. Sie versuchen, mit Waffengewalt ihre Herrschaft aufzuzwingen. Die HTS-Banden, die koordiniert mit den Minister:innen des türkischen Staates handeln, wollen für ein unitäres, dschihadistisches, frauenfeindliches Syrien die Revolution Rojava auslöschen.
Die unterdrückten Völker und Glaubensgemeinschaften in der Region leisteten großen Widerstand gegen die HTS-Banden, die die Unterstützung von Imperialisten und Kolonialisten im Rücken haben. Die bewaffnete und organisierte Widerstandskraft unseres Volkes stoppte die Banden. Unser Widerstand und unsere Wachen zur Verteidigung unserer Städte dauern noch an. Frauenbataillone und Volksbataillone wurden gegründet. An den Frontlinien, in den Straßen unserer Städte zünden wir weiterhin die Feuer des Widerstands an.
Dem Hilferuf, der aus dem Revolutionsland Rojava aufstieg, nahmen vor allem Millionen aus den anderen Teilen Kurdistans und europäischen Städten Anteil. Unser patriotisches kurdisches Volk kämpft seit Tagen auf den Straßen für Rojava. Die tapferen Jugendlichen aus Başûrê Kurdistan antworteten auf den Mobilmachungsruf bewaffnet und eilten mit opferbereitem Widerstandsgeist an die Kriegsfronten Rojava. Wir gedenken in Ehren von Ehmed Hemîn aus Kerkük, der sein Leben opferte, um das Volk Rojava zu verteidigen. Wir sprechen seiner Familie und dem gesamten kurdischen Volk unser Beileid aus. Die vier Teile Kurdistans werden eines Tages in Freiheit leben – im Geist der Beteiligung Ehmed Hemîns am Widerstand. Daran glauben wir, dafür kämpfen wir.
Das Volk in Bakurê Kurdistan, vor allem die Frauen, marschierte über die Grenzen, um die Revolution Rojava zu verteidigen. Wir grüßen den Mut, die Entschlossenheit und die Aneignung unseres Volkes. Um die Liquidierungs- und Genozidpläne gegen Rojava zu vereiteln, müssen wir diese Solidaritätsbewegung fortsetzen und weiter steigern.
In den Städten von Bakurê Kurdistan und der Türkei wurden Hunderte, die die Solidarität mit Rojava vergrößerten, festgenommen. Zuletzt wurden Sozialist:innen aus Bakurê Kurdistan und der Türkei, die für Rojava auf die Straße gingen, zum Ziel des Terrors des faschistischen türkischen Staates. Institutionen, Häuser, Parteigebäude wurden gestürmt und geplündert. Wir grüßen den Widerstand der revolutionären Sozialist:innen, die das Gesicht des antifaschistischen Widerstands sind, und senden unsere Solidaritätsgrüße gegen die Angriffe auf die Gefangenen. Die Genoss:innen, die in unseren schwersten Tagen an unserer Seite waren, werden wir niemals allein lassen.
Zwischen den Demokratischen Kräften Syriens (QSD) und der Damaskus-Regierung wurde ein Waffenstillstand geschlossen. Es wurde Einigung über ein Integrationsabkommen erzielt. Ob das Abkommen, das den Eintritt der HTS-Banden in das Rojava-Territorium verhindert, dauerhaft sein wird, ist noch unklar. Die Belagerung unserer Stadt Kobanê dauert weiter an. Die Damaskus-Regierung macht Erklärungen, die die Errungenschaften unserer Revolution ins Visier nehmen. Sie verkündet offen eine Politik, die auf die Liquidierung der Autonomen Verwaltung abzielt.
Der Plan am Tisch ist auf Liquidierung aufgebaut. Die Angriffspläne sind umfassend und breit. Doch es gibt keinen Grund für Pessimismus und Hoffnungslosigkeit. Ja, vor uns liegen schwere Tage. Doch die Geschichte der Revolution Rojava ist auf heldenhaften Widerständen aufgebaut. Die Revolution Rojava wurde auf den opferbereiten Widerständen Tausender Märtyrer:innen wie Deniz und Ziyad, die in Şêx Meqsûd symbolhaft wurden, errichtet. Wir haben mit dem Geist von Kobanê und Tişrîn mehrmals unser Existenzrecht erkämpft. Vertrauend auf unsere eigene Kraft, unser Volk und unsere organisierte Macht werden wir kämpfen, widerstehen und wieder siegen. Daran haben wir volles Vertrauen. Unsere Völker werden ihr Lebensgebiet und das System der Autonomen Verwaltung mit heldenhaftem Kampf verteidigen. Mit diesen Gedanken rufen wir erneut: „Es lebe unsere Revolution Rojava“, „Es lebe unser YPJ/QSD-Widerstand“.
Wir werden uns der dschihadistischen Mentalität und den Angriffen der HTS niemals ergeben und den Widerstand vergrößern. Die Errungenschaften der Revolution Rojava müssen vor allem wir Armen, Frauen, Arbeiter:innen, Werktätige, Bäuer:innen verteidigen. Diese Revolution braucht am meisten die armen Millionen. Gegen die kapitalistische Ordnung, in der Mensch den Menschen ausbeutet, wird die Revolution Rojava unsere Tür zum Sozialismus sein. Wir haben gemeinsam die Angriffe der frauenfeindlichen Banden in den besetzten Gebieten gesehen. Frauen müssen ihre Freiheit gegen die Banden selbst verteidigen. Um die Errungenschaften der Revolution zu schützen, muss der Kampf wachsen.
Wir werden den Kampf für ein demokratisches Syrien fortsetzen, in dem alle Völker und Glaubensgemeinschaften mit vollen gleichen Rechten leben. Deshalb haben wir unsere Stellungen nicht geräumt. Und wir werden sie für unsere Freiheit und unser Lebensrecht niemals räumen.
Wir als Kommunist:innen aus Rojava werden weiterhin Teil dieses historischen Widerstands sein, um das Rojava-Land zu verteidigen. Wir werden uns niemals ergeben, niemals in die Knie gehen. Als sozialistische Patriot:innen dieses Landes werden wir – vor allem zwischen Araber:innen und Kurd:innen – nicht zulassen, dass erneut Hass gesät wird. Wir werden die Errungenschaften der Frauen verteidigen. Wir werden die organisierte Haltung der Arbeiter:innen und Werktätigen jeder Nation sowie der Frauen gegen den besatzenden Feind stärken. Wir werden die Pläne des kolonialen türkischen Staates und der HTS-Banden zunichtemachen.
Vor allem an unser kurdisches Volk, aber auch an die unterdrückten Völker unserer Region und der ganzen Welt rufen wir dazu auf, die Solidarität mit Rojava zu vergrößern. Diese Revolution ist die Revolution von uns allen.
Es lebe unserer Rojava-Widerstand!
Jin Jîyan Azadî
Es lebe die Solidarität der Völker!
Es lebe der Sozialismus!
Tevgera Komunîst a Şoreşger (TKŞ) / Jinên Komunîst ên Şoreşger (JKŞ)
(Revolutionäre Kommunistische Bewegung (TKŞ) / Revolutionäre Kommunistinnen (JKŞ))
