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Aktionsaufruf: Hunderte Zivilist:innen in Syrien weiterhin verschwunden

Seit den völkerrechtswidrigen Angriffen der syrischen Übergangsregierung auf die kurdischen Nachbarschaften in Aleppo am 6. Januar werden nach wie vor Hunderte Kämpfer der SDF sowie Zivilist:innen und Journalist:innen vermisst, darunter auch die freie deutsche Journalistin Eva Maria Michelmann und der kurdische Journalist Ahmet Polad. Das Abkommen zwischen der SDF und der syrischen Übergangsregierung vom 29. Januar beinhaltet einen Gefangenenaustausch – jedoch wird dieser von der syrischen Übergangsregierung unter Al-Sharaa blockiert. Über vier Wochen später ist nicht einmal klar, wer von den Verschwundenen noch lebt oder wo sie gefangen gehalten werden. Auch wenn am 2. März bereits ein paar Gefangene befreit wurden, fordern wir dass ein umfänglicher Gefangenenaustausch stattfindet. Zahlreiche Berichte beschreiben mehrfach-Hinrichtungen von SDF-Kämpfern durch die Streitkräfte von Damaskus. Familien und Angehörige haben seitdem in Qamishlo protestiert, für eine Freilassung der Menschen oder zumindest Informationen über ihren Verbleib.

Als People’s Bridge rufen wir auf, in den Städten Europas Massenaktionen und Demonstrationen zu organisieren und Informationen über den Verbleib und das Leben der verschwundenen Menschen sowie die Freilassung der Gefangenen zu fordern. Wir rufen dazu auf, Aktionen vor EU-Institutionen, UN-Institutionen sowie den syrischen Botschaften und Konsulaten zu organisieren. Die europäischen Staaten arbeiten mit der syrischen Übergangsregierung eng zusammen. Al-Sharaas Regierung wird so von Europa aus finanziell, politisch und diplomatisch unterstützt.

Lasst uns heute hier in Europa den Druck auf die syrische Übergangsregierung und die internationale Gemeinschaft erhöhen!

People´s Bridge, 4. März 2026