„Mit vielen weiteren Aktivist:innen aus aller Welt möchten wir alsbald in See stechen, um die illegale Blockade über Gaza zu durchbrechen. Der israelische Staat mordet Frauen wie Kinder, aber auch Ältere, ohne mit der Wimper zu zucken, und der deutsche Staat wie auch weitere Staaten bleiben tatenlos.
Und darüber hinaus hoffe ich, dass ich dem palästinensischen Volk die Grußbotschaft des kurdischen Volkes vermitteln kann – mit meiner Reise und der hoffentlichen Ankunft in Palästina.“
~ Murat Okundu, Teilnehmer der Global Sumud Flotilla aus Köln
Ob Israel, Deutschland oder die Türkei – verschiedenste Regierungen sind seit Jahren bemüht, die Völker im Mittleren Osten zu spalten und für ihre Interessen zu gewinnen. Kurd:innen und Drus:innen sollen sich mit Israel verbünden, um gemeinsam einen modernen Mittleren Osten zu schaffen, während in Gaza Zehntausende Palästinenser:innen ermordet wurden und ein ganzes Volk ausgehungert wird.
Hierbei geht es im Mittleren Osten nicht darum, ob dieses oder jenes Volk oder religiöse Minderheit mehr Leid erfährt oder Aufmerksamkeit verdient, sondern dass in der Region kein Jahr ohne Krieg, Massaker und Unterdrückung vergeht. Die Völker und Unterdrückten sind die Kraft, internationale Solidarität zu üben und gegen Krieg und Besatzung zu handeln. Dabei wollen wir vor allem die Demokratische Autonomieverwaltung Nordostsyriens (DAANES), die aus der Rojava-Revolution 2012 entstand, hervorheben, denn anhand ihrer zeigt sich, dass ein Leben in demokratischer Selbstverwaltung und Frieden miteinander möglich ist.
Rojava ist unsere Revolution – eine der Kurd:innen, Araber:innen und zahlreicher anderer Völker der Region.
Deshalb ist unsere Losung in der Flotilla-Kampagne:
Von Kobanê bis Gaza – die Besatzung besiegen!
Die Bedrohung Rojavas, sowie die Besetzung Gazas und der Westbank sind nicht alleinstehend und Ausprägung einer aggressiven Expansionspolitik, aber auch der Vorbereitung auf einen kommenden Krieg, in dem der antikoloniale Widerstand keinen Platz haben soll.
Die Angriffe Israels, die sich in den letzten Jahren in Palästina, Libanon, Syrien, Jemen und Iran gezeigt haben, zeigen, dass der Staat Israel mit der Bombardierung ziviler Stellungen einen Krieg gegen die Völker des Mittleren Ostens führt, der beantwortet werden muss.
Die Sumud-Flotilla als Antwort der Völker
Die Sumud-Flotilla ist ein Zeichen der internationalen Solidarität und der Völker der Welt, eigenständig die Blockade, die seit 2006 den Gazastreifen von der Welt und dem Rest Palästinas abschottet, zu durchbrechen!
Der Schritt, als Flotilla mit 50 Booten und 600 Teilnehmer:innen, ist ein klares Zeichen an die internationale Gemeinschaft. In den nächsten Tagen kann es dazu kommen, dass die israelische Armee die Aktivist:innen aufhält, entführt oder foltert.
Wir rufen alle Demokrat:innen und Kriegsgegner:innen dazu auf, gegen den Genozid in Gaza und fürdie Durchfahrt der Schiffe nach Gaza auf die Straße zu gehen und politischen Druck auf die Bundesregierung aufzubauen.
Für einen gerechten Frieden, ohne leere Versprechen von USA und Co., im Mittleren Osten!
Einen Stopp der Drohungen gegen Rojava und des Genozids in Gaza!
Peoples Bridge, 6. September 2025
