Vor einem Jahr, nach mehr als zehn Jahren Bürgerkrieg in Syrien, fiel das Regime von Bashar al-Assad im Zuge der Offensive der reaktionären Kräfte von Hayat Tahrir al-Sham (HTS) und ihrer Verbündeten. Diese haben sich zugleich gegen die kurdischen Bevölkerungen und die Autonome Administration des Nordens und Ostens Syriens (Shehba, Manbij, Tishrin) gewandt. Dadurch wurden Zehntausende Menschen – vor allem bereits aus Afrin vertriebene Kurd:innen – zur erneuten Flucht gezwungen.
In den folgenden Monaten kam es zu Wellen von Massakern an drusischen und alawitischen Minderheiten sowie zu einer Zunahme von Angriffen auf Frauen und LGBTI-Personen im ganzen Land.
In der Region arbeiten der US-Imperialismus und seine Verbündeten (insbesondere Israel und die Türkei) daran, jeden Widerstand gegen ihre Projekte zu liquidieren.
In diesem Kontext: Welche Perspektiven ergeben sich für die Revolution im Nordosten Syriens und im Nahen Osten? Wie können wir in Europa die progressiven Kräfte und die in Unterdrückung kämpfenden Völker konkret unterstützen?
Um diese Fragen zu besprechen, organisieren wir eine Konferenz/Diskussion mit Arif Çelebi (Redakteur der kommunistischen Zeitschrift Marksist Teori) am Samstag, den 10. Januar um 14:45 Uhr in der Bourse du travail de Paris.
Die Veranstaltung findet im Anschluss an die Demonstration statt, die an diesem Tag für Gerechtigkeit und Wahrheit für Sakine Cansız, Fidan Doğan und Leyla Şaylemez sowie Mîr Perwer, Abdurahman Kızıl und Evîn Goyî gefordert wird – jeweils 2013 und 2022 in Paris ermordet.
Wir laden alle Teilnehmer:innen der Konferenz ein, sich zuvor der Demonstration anzuschließen.
