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Berlin sagt nein zu Golani – kein roter Teppich für Dschihadisten

Während der syrische Al-Qaida-Ableger HTS derzeit kurdische Städte angreift und seine Terrorherrschaft ausweitet, bereitet die Bundesregierung offenbar dem berüchtigten Dschihadisten Ahmad al-Sharaa / Golani den diplomatischen Empfang in Berlin. Nach Medienberichten soll Jolani am 19. Januar nach Deutschland kommen.

Golani ist verantwortlich für schwerste Verbrechen. Unter seiner einjährigen Führung wurden Minderheiten wie Alawit:innen, Drus:innen und Kurd:innen verfolgt und massakriert. Dass er inzwischen Anzug und Krawatte trägt, ändert nichts an seiner blutigen Bilanz. Dennoch wurde sein Machtaufstieg durch westliche Staaten wie die USA und das Vereinigte Königreich politisch flankiert.

Parallel dazu versuchen regional-reaktionäre Staaten wie die Türkei mithilfe der HTS, die demokratische Selbstverwaltung in Nord- und Ostsyrien zu zerschlagen. Ziel ist die Zerstörung der Rojava-Revolution – eines Projekts, das für Basisdemokratie, Frauenbefreiung und gesellschaftlichen Pluralismus steht.

Es waren kurdische und internationalistische Kämpfer:innen, die den sogenannten „Islamischen Staat“ besiegt und Europa vor weiterem Terror bewahrt haben. Heute sollen genau jene Kräfte politisch isoliert werden, während Dschihadisten salonfähig gemacht werden. Diese politische Doppelmoral ist ein Skandal.

Wir rufen alle fortschrittlichen Kräfte dazu auf, am 19.01. in Berlin für die demokratischen Rechte und Hoffnungen der Völker Syriens auf die Straße zu gehen und sowohl der Bundesregierung als auch Golani deutlich zu machen, dass Berlin keine Schlächter duldet.

Danke an alle Menschen und Organisationen, die diesen Aufruf unterstützen.

Persönlichkeiten:

  • Cansu Özdemir – außenpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Deutschen Bundestag
  • Ferat Koçak – Bundestagsabgeordneter der Partei die Linke
  • Civan Akbulut – Civaka Azad (Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit)
  • Şeyda Kurt – Schriftstellerin und Aktivistin
  • Dr. Kerem Schamberger – Publizist und Aktivist
  • Alexander Glasner-Hummel – Zentraler Menschenrechtsrat der Kurden in Deutschland; Landesvorstand Die Linke Baden-Württemberg
  • Anja Flach – Ethnologin
  • Zozan Gül – Die Linke Duisburg
  • Esra Gültekin – Fotojournalistin
  • Anna Liedtke – Sprecherin von ZORA und Journalistin
  • Sofia Willer – Sprecherin von Young Struggle und Journalistin

Organisationen:

  • Gemeinschaft der kurdischen Hochschulen
  • Drusen in Sachsen e.V.
  • Student Resistance Berlin
  • AGIF – Föderation der Arbeitsmigrant:innen in Deutschland
  • SKB – Bund sozialistischer Frauen
  • Pride Rebellion
  • ZORA
  • Young Struggle
  • Feministische Organisierung „Gemeinsam Kämpfen – für demokratische Autonomie und Selbstbestimmung“
  • TSP – Prisoners Voice Platform