Heute wurde die Peoples Caravan, an der auch wir als Organisation uns beteiligten, an der türkischen Staatsgrenze gestoppt!
Ihr Ziel war es, von Europa aus einen humanitären Korridor in die belagerte Stadt Kobanê zu schaffen, um die Zivilbevölkerung dort vor einer humanitären Katastrophe zu schützen.
Zeitgleich wurde eine internationalistische Delegation in Bakur zwischen Mardin und Nusaybin von der faschistischen Polizei festgenommen und verschleppt. Die Delegation ist nach Kurdistan gefahren, um die Proteste des kurdischen Volkes an der kolonialen Grenze zwischen Nord- und Westkurdistan (Rojava) zu unterstützen.
Die jüngsten Repressionen gegen Internationalist:innen zeigen erneut den Versuch des türkischen Staates, kritische Stimmen einzuschüchtern und zu verhindern, dass Menschenrechtsverletzungen und Verbrechen, die in allen Teilen Kurdistans begangen werden, internationale Aufmerksamkeit erhalten. Damit soll auch die internationale Solidaritätsbewegung unter Druck gesetzt und in ihrer Arbeit behindert werden.
Das dürfen wir nicht unwidersprochen lassen. Während der türkische Staat dem kurdischen Volk weiterhin grundlegende Rechte verweigert und politischen Druck auf die kurdische Bewegung ausübt, trägt er durch seine Politik und Unterstützung regionaler Akteure zugleich zur Eskalation von Gewalt bei – auch in Rojava.
Gerade deshalb ist es umso wichtiger, solidarisch zusammenzustehen, die Entwicklungen aufmerksam zu verfolgen und unseren Widerstand gegen Unterdrückung und Gewalt entschlossen fortzusetzen
Wir rufen alle fortschrittlichen Menschen in Europa und darüber hinaus dazu auf, heute auf die Straßen zu gehen und auch in Zukunft internationale Solidarität auch in der Praxis leben zu lassen.
Sie können eine Karawane aufhalten, sie können eine Delegation verschleppen, aber sie können weder den Widerstand und Lebenswillen des kurdischen Volkes noch die weltweite Solidaritätsbewegung stoppen.
Peoples Bridge 28.01.2026
