Bildungsreihe im 4 Städten Deutschlands
Die Kurden – ein Volk ohne Staat und mit jahrhundertelangem Widerstand Genauso lange kämpfen kurdische Frauen bereits gegen Kolonialismus und die Unterdrückung durch das Patriarchat. Ob faschistische Diktatur, Baath- oder Assad-Regime, ob Islamische Republik – die Kolonialstaaten, in denen Kurd*innen leben, haben immer auch die Frauen und ihre Rechte angegriffen.
Die kurdische Frau stand – sowohl als Angehörige ihres Volkes als auch als Frau – stets an letzter Stelle.
In Bakur (Nordkurdistan) hat die kurdische Frauenbewegung in den letzten Jahren am 8. März regelmäßig die Straßen gefüllt – gegen die Aufkündigung der Istanbul-Konvention, gegen Femizide und gegen patriarchale Gewalt. In den Gefängnissen des türkischen Staates und in den Reihen der Stadtguerilla erschüttern Frauen seit Jahrzehnten das Fundament des faschistischen Regimes.
In Rojhilat (Ostkurdistan) kämpften Frauen bereits gegen die Schah-Monarchie und kämpfen heute gegen die Islamische Republik in den ersten Reihen – so wie in der Komala und vielen anderen Organisationen. Der Frauenaufstand, der 2022 durch die Ermordung der Kurdin Jina Emini ausgelöst wurde, breitete sich von Ostkurdistan über den gesamten Iran bis in die ganze Welt aus.
In Başûr (Südkurdistan) leisteten Frauen erbitterten Widerstand gegen das Baath-Regime unter Saddam Hussein und kämpfen bis heute gegen das gesellschaftliche Schweigen über häusliche Gewalt und Ehrenmorde.
Und schließlich haben wir heute in Rojava eine Frauenrevolution, die das Thema Frauenbefreiung im Mittleren Osten mit großer Entschlossenheit und Härte auf die Tagesordnung setzt.
Die kurdische Frauenbewegung ist inzwischen ein Vorbild für antipatriarchale Kämpfe weltweit. Frauen kämpfen heute vielerorts mit dem konkreten Beispiel einer lebendigen Frauenrevolution an ihrer Seite – ein Beispiel, an dem sie sich orientieren und das sie sich zum Vorbild nehmen können.
Zum Anlass des Internationalen Frauentags (8. März) möchten wir den Widerstand der Frauen in ganz Kurdistan bekannter machen und ihnen eine eigene Bildungsreihe widmen.
Kommt in folgenden Städten vorbei:
Leipzig, 27.2. | 18 Uhr
Eisenbahnstr. 53 04315 Leipzig
Hamburg, 28.2. | 15 Uhr
AstA Uni Hamburg (Raum 0029)
von-Melle-Park 5 20146 Hamburg
Berlin, 1.3. | 16 Uhr
MaHalle, Waldemarstr. 110 10997 Berlin
Stuttgart, 12.3. | 17:30 Uhr, Böblingerstr. 105
